Leipzig in Schwarz

Zum 25. Jubiläum des Wave-Gotik-Treffens präsentiert das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig eine Sonderausstellung, in der es auch einige Exponate aus unserer 2012 gezeigten Ausstellung „Boten des Todes“ zu sehen gibt.

Eine Ausstellung über die Geschichte des Wave-Gotik-Treffens (WGT) im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig? Das klang für uns natürlich äußerst spannend; schließlich waren wir 2012 selbst mit einer Ausstellung auf dem mittlerweile zum 25. Mal stattfindenden Treffen vertreten. Unsere Ausstellung „Boten des Todes“ behandelte dunkle Mythen, die sich um verschiedene Tiere ranken, und beleuchtete deren faszinierende reale Hintergründe. Schwerpunkt waren dabei Raben und Krähen sowie Totenkopfschwärmer.

Es war im Sommer des vergangenen Jahres, als die verantwortliche Kuratorin des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig ihr Interesse äußerte, einige unserer 2012 gezeigten Exponate für eine kommende Sonderausstellung über die Geschichte des WGTs auszuleihen. Es gehe neben der Musik schließlich auch um die Menschen, die mit ihren Ideen und Projekten das WGT bereichern und zu dem machen, was es ist – ein äußerst vielfältiges Kulturereignis.

Leipzig_in_SchwarzDaraufhin schlugen wir dem Museum einige unserer Exponate vor. Mittlerweile befinden sich diese im Stadtgeschichtlichen Museum, doch logistisch war es durchaus eine kleine Herausforderung, denn wir wohnen mittlerweile in London und haben unsere Ausstellung sicher in Deutschland eingelagert. In den Tagen zwischen Weihnachten und Silvester hieß es daher, Listen durchgehen, Exponate heraussuchen, gut verpacken und diese dann in Leipzig vorbeibringen.

Mittlerweile hat das Stadtgeschichtliche Museum viele unterschiedliche Exponate für die Ausstellung erhalten, die die Anfänge und die Entwicklung des weltweit größten Gothic-Treffens dokumentieren. Auch persönliche Geschichten und Gedanken von WGT-Besuchern und den Organisatoren des Treffens werden preisgeben.

Wir warten auf jeden Fall schon gespannt auf die Ausstellung „Leipzig in Schwarz“, die vom 9. März bis zum 29. Mai 2016 zu sehen sein wird. Begleitend wird es auch ein interessantes Programm mit Führungen und Workshops sowie ein Buch zur Ausstellung geben.

Aus dem Schemenkabinett-Archiv

5 Gedanken zu „Leipzig in Schwarz

  1. Danke für den Tipp! Habe die Ausstellung gleich mal für den WGT-Besuch vorgemerkt.

  2. Dann wünsche ich euch schon mal ganz viel Spaß dabei!

    Das Buch zur Ausstellung werde ich mir auf jeden Fall gönnen. Auch wenn es langsam richtig eng wird in meinem Bücherschrank.

  3. Mittlerweile kann man das Buch zur Ausstellung auch direkt bei Museum unter der Adresse stadtmuseum@leipzig.de per Mail bestellen. Das Buch kostet 20 €, hinzu kommen noch einmal 5 € für den Versand. Die Bezahlung erfolgt per Rechnung mit einem Zahlungsziel von vier Wochen ab Bestelldatum.

    Ich habe mein Exemplar heute erhalten. Allerdings bin ich noch nicht dazu gekommen, einen intensiveren Blick hineinzuwerfen. Das werde ich in den nächsten Zagen auf jeden Fall nachholen.

  4. Aufgrund der großen Nachfrage wurde „Leipzig in Schwarz“ nun bis zum 24. Juli 2016 verlängert. Mittlerweile haben wir uns die Ausstellung auch selbst angesehen und finden, dass sie wirklich gelungen und informativ ist. Der Besuch lohnt sich für Goths ebenso wie für alle anderen Interessierten. Im stimmig beleuchteten Erdgeschoß des Museums erfährt man, wie das erste Wave-Gotik-Treffen in Leipzig zustande kam und wie sich das Treffen zum größten Festival seiner Art entwickelte. Zahlreiche Leihgaben, wie Fotos, Flyer, Kleidung und eben auch unsere Präparate füllen die Wände und Vitrinen und ermöglichen den Besuchern der Ausstellung einen sehr intimen Einblick in die Gothic-Kultur.

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