Verspeist von einer Pflanze

Bild: Kaim-Martin Knaak; CC-BY-SA-3.0-Lizenz

Ein Video zeigt die Venusfliegenfalle in Aktion.

In der Regel halten wir Pflanzen für genügsame und äußerst friedfertige Organismen. So kommen sie meist mit Sonnenlicht, Luft, Wasser und ein paar Nährstoffen aus dem Boden aus. Was aber, wenn die im Boden verfügbaren Stoffe nicht ausreichen?

Um an eine genügende Menge von Nährstoffen zu gelangen, haben einige Pflanzen im Laufe der Evolution eine fleischfressende Lebensweise angenommen. Dabei haben sie verschiedene Tricks entwickelt, um an ihre Fleischration zu gelangen. Eine besonders raffinierte Methode wendet die Venusfliegenfalle (Dionaea muscipula) an, die in nährstoffarmen Mooren im östlichen Nordamerika wächst. Kleine Insekten und Spinnen sollten um diese Moore lieber einen großen Bogen machen, denn einmal von dem süßen Lockstoff der Pflanze in Versuchung geführt, sind sie meist dem Untergang geweiht. Die Venusfliegenfalle hat ihre Blätter zu tödlichen Klappfallen umgewandelt, die sie erstaunlich schnell zuschnappen lassen kann und ihre Opfer so unerbittlich festhält. In aller Ruhe kann die Pflanze ihre Beute dann verdauen.

Dieses knapp dreiminütige Video der BBC zeigt, mit welchem Trick die Venusfliegenfalle ihre Beute anlockt und woher sie „weiß“ wann sie zuschnappen muss.

Aus dem Schemenkabinett-Archiv

Ein Gedanke zu „Verspeist von einer Pflanze

  1. Ganz schön ausgebufft, die Venusfliegenfalle! Sogar mit Timer ausgestattet. Natur ist schon faszinierend. Von diesen 6 Härchen wusste ich – natürlich – bislang auch noch nix; die Aufnahmen sind phantastisch. Danke für diesen kurzen aber lehrreichen Beitrag.
    *schnapp*

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.