Die furchterregenden Bobbitwürmer

Bobbitwurm (Eunice aphroditois) (Verändert nach Jenny Huang; CC-BY-2.0-Lizenz)

Filmaufnahmen zeigen, wie Bobbitwürmer auf dem Meeresboden ihrer Beute nachstellen.

Im Meeresboden lauern bedrohliche Räuber. Es sind Bobbitwürmer (Eunice aphroditois), die weltweit in warmen Meeren vorkommen. Diese räuberischen Ringelwürmer besitzen kräftige Kiefer, mit denen sie Beutetiere, wie Fische, ergreifen und in den Boden hineinziehen können. Der eingegrabene Körper der Würmer ist armlang, kann bei einzelnen Tieren aber sogar Längen von bis zu drei Metern erreichen. Wenn die Dämmerung hereinbricht, erscheinen die Köpfe der hungrigen Bobbitwürmer am Meeresboden. Zwar besitzen sie keine Augen, doch können sie vorbeischwimmende Fische anhand deren Schatten und durch Berührungen ihrer empfindlichen Antennen wahrnehmen. Ist ein Fisch in greifbarer Nähe, schlagen die Würmer blitzschnell zu. Bobbitwürmer erbeuten verschiedenste Meerestiere und können selbst wehrhafte Fische töten. Die zangenartigen Kiefer der Würmer sind so kräftig, dass sie auch Tauchern schmerzhafte Bisse zufügen können. Ihren deutschen Namen tragen die Bobbitwürmer übrigens wegen ihrer scharfen Mundwerkzeuge, die offenbar Assoziationen mit dem Fall der Amerikanerin Lorena Bobbit erweckten, die ihrem Mann im Schlaf den Penis abschnitt.

Dieses gut dreiminütige Video der Smithsonian Institution zeigt die Jagd von Bobbitwürmern in beeindruckenden Bildern.

Aus dem Schemenkabinett-Archiv

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